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Jesus Christus: Sohn Gottes, auferstanden von den Toten. Die ersten Christinnen und Christen verkündeten vor 2000 Jahren: Jesus Christus lebt, Gott hat ihn von den Toten auferweckt! Wir glauben, dass Christus Jesus sich ganz und für jede und jeden hingibt.
Abendmahl für alle Getauften. Dies kommt im Zeichen von Brot und Wein zum Ausdruck. Wie er brechen auch wir das Brot, teilen den Wein. Es sind Zeichen unseres Lebens: Die Bitte und der Dank für das, was wir zum Leben brauchen; die Freude über das, was uns das Leben lustvoll macht. Aus dieser Mitte gestalten wir Zukunft: Es ist der Glaube, dass wir den Weg des Lebens mit Gott gehen, über den Tod hinaus; die Hoffnung, dass unsere kleine Gemeinschaft zu einem mehr an Leben führt - für uns und alle Gäste; die Liebe Gottes, die wir dankbar annehmen und weitergeben. Zum Empfang des Abendmahles (der Kommunion) sind bei uns alle Getauften eingeladen, gleich in welcher Lebenslage sie sich befinden oder welcher christlichen Konfession sie angehören.
Unser Glaube bezieht sich auf die Heilige Schrift, die Bibel. Wir nehmen alle Dogmen an, die im ersten Jahrtausend der ungeteilten Kirche zum Ausdruck gebracht worden sind (z.B. Jesus Christus ist Gottes Sohn, Maria ist die Mutter Gottes, Dreifaltigkeit u.a.). Wir lehnen jene Dogmen ab, die von der römisch-katholischen Kirche verkündet wurden und aus unserer Sicht nicht mit der Heiligen Schrift zu begründen sind. Das sind: Die Unfehlbarkeit des Bischofs von Rom (des Papstes), das Juristiktionsprimat desselben, die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel, die sogenannte unbefleckte Empfängnis Marias.
Katholisch. Wir sind eine der vielen katholischen Kirchen. Unser Gottesdienst mit Abendmahl (Eucharistiefeier, Messe) ist von den anderen Kirchen (auch der römisch-katholischen) als katholischer Gottesdienst anerkannt. Die Gegenwart Christi in Brot und Wein erkennen wir dauerhaft. Wir feiern sieben Sakramente. Durch die Utrechter Union sind wir mit katholischen, rom-unabhängigen Kirchen in anderen Ländern verbunden.
Menschliche Vorbilder. Maria, die Mutter Gottes, sehen wir als Menschen mit tiefem Glauben und ein Vorbild für alle Christinnen und Christen. Heiligsprechungen führen wir nicht durch, Reliquienverehrungen sind uns fremd. Wir ehren Christinnen und Christen, die ein besonders deutliches Zeugnis für Christus gelebt haben. Dies gilt besonders für die Christinnen und Christen der Alten Kirche (der ersten 4 Jahrhunderte), aber auch für Menschen aus der Gegenwart, gleich welcher Konfession diese angehört haben. Wir sind uns bewusst, dass es viele Heilige gibt, die niemand als solche kennt: Väter und Mütter, im Sozialbereich Tätige, leidende Menschen...
Heiligenverehrung [Altkatholische Kirche Deutschland] →
Marienverehrung [Altkatholische Kirche Deutschland] →
Einheit in Vielfalt. Wir sehen uns als Brückenkirche zwischen verschiedenen christlichen Konfessionen und Traditionen. Wir streben die Einheit aller Christinnen und Christen in versöhnter Verschiedenheit an. Als Mitglied der Utrechter Union leben wir in voller Gemeinschaft (Full Communion) mit der Anglikanischen Kirche, ohne die Eigenständigkeit jeder Kirche zu berühren. Mit der Evangelischen Kirche in Österreich sowie der Evangelisch-Methodistischen Kirche Österreich haben wir eine gastweise gegenseitige Teilnahme am Abendmahl (der Eucharistie) vereinbart. Wir sind im ökumenischen Forum der Kirchen in Oberösterreich vertreten. Die Altkatholische Kirche ist Gründungsmitglied im nationalen und internationalen Ökumenischen Rat der Kirchen. Auf Weltebene gibt es Gespräche mit den orthodoxen Kirchen sowie mit der römisch-katholischen Kirche.
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